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Geschlechtskrankheiten – Wie kann man sie erkennen und sich vor ihnen schützen?

Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit jemand unbekannten kann unangenehm enden, ohne dass man es sofort merkt. Geschlechtskrankheiten sind sexuell übertragbare Infektionen, wie bsw. Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper) oder Syphilis, die in Deutschland, Schweiz und auch Österreich zunehmend ein Problem darstellen und zwar sowohl bei den Homo- als auch bei Heterosexuellen.

Nicht jeder entdeckt die Infektion oder sie äußert sich nur mit einem unangenehmen Jucken. Bei anderen Betroffenen entwickeln sich die Geschlechtskrankheiten zur Lebensbedrohung durch die Infektion oder auch zu Krebs. Sie sind eine große Gefahr für die Infizierten und für ihre Mitmenschen.

Sie verursachen zudem häufig Hautverletzungen, die das Risiko, noch an einer zusätzlichen Geschlechtskrankheit zu erkranken, wie bsw. an HIV zu erkranken oder die Gefahr, dass man die eigene Krankheit auf seine Mitmenschen zu übertragen. Zur Verringerung eines Risikos der HIV-Infektion kann die Präexpositionsprophylaxe durchgeführt werden.

Bei Konsumenten von Drogen ist eine Übertragung durch das gemeinsame Spritzbesteck, welches benutzt wird, möglich. Auch die Mutter kann ihr Kind anstecken und zwar passiert es während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder nicht zuletzt beim Stillen.

Symptome von Geschlechtskrankheiten

Symptome der sexuell übertragbaren Infektionen sind nicht in jedem Fall eindeutig und manchmal ist es schwer zu erkennen. Manchmal verschwinden die Symptome bereits nach einigen Tagen, die Infektion aber besteht weiter. So kann jemand, der nicht erkennt, dass er infiziert ist, viele andere Personen damit anstecken. Deshalb sollte jeder bei den leisesten Anzeichen einen Arzt zu Rate ziehen.

Auf sexuell übertragbare Krankheiten deuten folgende Symptome hin:

– Brennen beim Wasserlassen,
– Hautveränderungen im Genitalbereich,
– Jucken im Genitalbereich und am After
– ungewöhnlich weißlich aussehender oder unangenehm riechender Ausfluss aus Penis, Anus oder der Scheide
– Schmerzen im unteren Bauchbereich, dem Penis, den Hoden oder in der Scheide,
– Blutungsstörungen der Frau
– allgemeine Krankheitszeichen bsw. Fieber, angeschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit

Viele Geschlechtskrankheiten sind heilbar, wenn man sie frühzeitig behandelt. Wer einen Arzt zu spät aufsucht, riskiert schwere Komplikationen und muss mit Folgeschäden rechnen.

Wo man sich testen lassen kann?

Man kann sich beim Hausarzt, Urologen, Gynäkologen oder dem Dermatologen testen lassen.

Als Erreger sexuell übertragbarer Krankheiten sind:

– Bakterien
– Viren
– Pilze
– Protozoen
– Arthropoden.

Häufig treten mehrere Infektionen zur gleichen Zeit auf.

Fazit: Geschlechtskrankheiten sollten recht frühzeitig behandelt werden, dann sind sie heilbar. Am besten schützt man sich davor durch die Benutzung von Kondomen.

Muskelkrankheiten – Neuromuskulare Erkrankungen

Unter Muskelkrankheiten sind alle neuromuskulären Erkrankungen gebündelt. Nach der Klassifikation nach Walton sind 800 Formen bekannt. Als Muskelschwund vielen bekannt und beschreibt man damit eines der wesentlichen Krankheitszeichen, das bei den sehr verschieden verlaufenden Erkrankungen zu verzeichnen ist. Das Symptom kann auf nur wenige Muskelgruppen begrenzt sein, oder die gesamte Muskulatur im Körper erfassen.

Was ist der Muskelschwund eigentlich?

Muskelschwund bezeichnet eine Abnahme der Muskelmasse sowie Muskelschwäche. Dieses sind wesentliche Symptome neuromuskulärer Erkrankungen. Medizinisch heißt die Abnahme der Muskelmasse auch Muskelatrophie. Es ist aber keine direkte Diagnose. Es gibt viele Ursachen, die eine teils lokale, teils den gesamten Körper betreffende Abnahme der Muskulatur führen können. Die eigentliche Ursache der Muskelatrophie oder der Muskelschwäche kann in völlig anderen Bereichen vom Körper liegen. Die Ursachen liegen oft in den für die Bewegung zuständigen Nervenzellen im Rückenmark, in den die Muskeln versorgenden Nerven, in der Überleitung vom Nerv auf den Muskel oder in der Muskulatur selbst.

Formen und Symptome von primärer Myopathie

Bei einer primären Myopathie spricht man von Erbkrankheiten, die mit der Zeit zur Schwächung und Degeneration von Muskeln führen. Abhängig davon, welcher Typ der Myopathie vorhanden ist und welche Körperregion betroffen ist, können Patienten unterschiedliche Beschwerden haben.

Typische Symptome einer primären Myopathie sind:
– schnelle Ermüdung der Muskeln nach einer Belastung oder auch im Ruhezustand
– krampfartige Muskelschmerzen
– fortschreitende Verschmächtigung der Muskuln
– orthopädische Folgeschäden mit Verformung von Gelenken und der Knochen

Viele der Muskelerkrankungen weisen einen sehr typischen Krankheitsverlauf auf. Nicht alle oben genannten Symptome treten zwangsläufig bei jedem Betroffenen auf.

Behandlung der neuromuskulären Erkrankung

Erfolg versprechende Behandlungen mit Medikamenten gibt es bei Myositiden, Myasthenia gravis sowie endokrinen Myopathien. Für Morbus Pompe gibt es seit dem Jahr 2006 eine Enzymersatztherapie. Erste Ansätze der Verzögerung des Verlaufs sind bei amyotropher Lateralsklerose möglich. Bei der Therapie erblicher Muskeldystrophien und spinaler Muskelatrophien ist diese ursächliche Behandlung zurzeit allerdings noch nicht etabliert. Die Erwartungen liegen in der Zukunft und zwar hofft man auf die Entwicklung einer Gentherapie. Symptomatisch ist für jede neuromuskuläre Erkrankung heute eine konsequente physiotherapeutische Betreuung kombiniert mit orthopädischen Maßnahmen, in vielen Fällen ist eine Atemunterstützung notwendig und in einzelnen Fällen ist eine Herztransplantation entscheidend.
Zur Therapie zählt zudem der Ausgleich körperlicher Einschränkungen mit angepassten Hilfsmitteln. Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke besitzt hierfür ein unabhängiges Beratungszentrum für Hilfsmittel. Dort hat man die Möglichkeit, Hilfsmittel in zwei Probewohnungen sozusagen im häuslichen Umfeld für sich persönlich zu testen, oder einige Tage in barrierefreien Wohnungen zu verbringen. Die interdisziplinäre Betreuung der Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen sollte, nach Auffassung der DGM, eine interdisziplinäre Betreuung durch mehrere medizinische Fachdisziplinen (Neurologie/Neuropädiatrie, innere Medizin, Orthopädie, Pulmonologie etc.) erfolgen und ergänzt werden durch die fachkundige Behandlung mit Physiotherapie und psychosozialer Beratung.

Krebs und seine Entstehung

Die Bildung von Krebs ist sehr komplex. Zwischen der Entwicklung einer einzelnen Krebszelle und der nachweisbaren Krebserkrankung liegen mitunter mehrere Jahre.

Ausgangspunkt von Krebserkrankungen sind die Gene

Der Ausgangspunkt der Krebserkrankungen ist in den Genen zu finden. In den Erbanlagen, entstehen Schäden, die nicht repariert werden können. Drei Gruppen des Gens spielen hierbei eine Rolle:

– die Onkogene
– die Tumorsuppressor-Gene
– die Reparaturgene.

Alle drei Gruppen kommen auch in den gesunden Zellen vor und regulieren das Wachstum und die „Reifung“ der Zellen. Die Onkogene fördern das Zellwachstum. Die Tumorsuppressor-Gene unterdrücken dieses. Treten allerdings in diesen Genen Veränderungen, die sogenannten Mutationen auf, dann greift das Reparatursystem im Körper ein und behebt diese Schäden. Das geschieht zumeist problemlos. Ist das Reparatursystem im Ungleichgewicht, dann führt dies zur Entwicklung von Krebs. Diese Veränderungen entstehen zumeist im Verlauf des Lebens. Die Neigung zu Krebserkrankungen ist selten vererbt, als Ursache gelten starker Alkoholkonsum, Zigarettenkonsum, Infektionen, UV-Strahlen usw.

Krebs entwickelt sich oft lange im Verborgenen

Die Gründe für das Versagen des Reparatursystems im Körper versagt sind vielfältig. So verfügen Krebszellen über viele Möglichkeiten, sich zu tarnen, indem sie die typischen Merkmale von gesunden Zellen oder Eigenschaften von anderen Gewebe annehmen. Auch können in Krebszellen die Programme für den normalen Alterungsprozess und das Absterben von Zellen ausfallen. Dann werden diese Krebszellen quasi unsterblich. Manche Krebserkrankungen sind sehr schnell und aggressiv in Ihrer Entwicklung. Mitunter aber wachsen die Krebszellen länger im Verborgenen.

Metastasen – Wenn der Tumor sich ausbreitet

Bösartige Tumoren haben im Gegensatz zu den Gutartigen die Neigung sich über ihren Ursprungsort hinaus im Körper auszubreiten. Sie überwinden die Grenzen der Ursprungsgewebeschicht und wachsen mit der Zeit ins umliegende Gewebe ein. Viele Krebsarten nutzen zu ihrer Verbreitung das Lymph- und Blutgefäßsystem. Sie gelangen dadurch in andere Organe und bilden dort Tochtergeschwülste die sogenannten Metastasen.
Wann und wo die Tumore Metastasen bilden, hängt von der Tumorart und dem Ursprungsort dieser Erkrankung ab.

Gut- und bösartige Tumore

Ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, beeinflusst den Krankheitsverlauf und auch die Auswahl der notwendigen Therapie. Gutartige Tumoren können auch sehr groß werden, sie wachsen jedoch meist nicht über ihre Entstehungsschicht hinaus und bilden daher keine Metastasen.
Bösartige Tumoren aber senden frühzeitig lange Zellausläufer aus, dadurch überwinden sie Organgrenzen und wachsen unaufhaltsam weiter. Sie dringen dann auch in Lymph- oder in die Blutgefäße ein und breiten sich darüber im ganzen Körper aus.

Die Merkmale der gutartigen Tumoren

– scharfe Begrenzung
– langsames Wachstum
– kein Einwachsen in die Blutgefäße
– kein einwachsen in die Umgebung
– kein entstehen von Tochtergeschwülsten (Metastasen)
– im Mikroskop „reife“ Zellen erkennbar.

Die Merkmale von bösartigen Tumoren

– unscharfe Begrenzung
– schnelles Wachstum
– eindringen in Blutgefäße unter „Benutzung“ für ihre Ausbreitung
– schrankenloses „Wuchern“,
– Zerstörung von umliegendem Gewebe
– starke Rückfallsneigung nach einer zu Anfang erfolgreichen Therapie
– es können Metastasen entstehen
– im Mikroskop sieht man undeutliche Zellen.

Fazit: Bei einer Früherkennung sind viele der Krebsarten heilbar. Sind die Tumoren gutartig können sie restlos entfernt werden. Maligne Tumoren können Metastasen bilden und sind zu spät erkannt tödlich.

Lebererkrankungen sind oft schwer zu diagnostizieren

Die wichtigsten Lebererkrankungen stellen wir Ihnen hier näher vor.

a.) Die Leberentzündung (Hepatitis)

Es gibt zwei Formen der Leberentzündung: die akute und die chronische. Eine chronische Hepatitis hält über sechs Monate an. Die häufigsten Gründe für eine Leberentzündung sind Viren. Es sind zumeist die Hepatitis-Viren A, B sowie den Hepatitis C. Aber immer öfter ist eine Leberverfettung in Kombination mit Stoffwechselerkrankungen wie die Diabetes Mellitus, Auslöser der Hepatitis. Daneben belasten Giftstoffe wie beispielsweise der Alkohol oder Medikamente, selten auch Autoimmunerkrankungen die Leber so sehr, dass sich eine Entzündung entwickelt.

Über eine Million Personen leiden in Deutschland an einer chronisch entzündeten Leber. Allerdings wissen nur die wenigsten von ihnen etwas von der Erkrankung. Allen Leberentzündungen ist gemeinsam, dass die kranke Leber still leidet. Denn die Leber schmerzt nicht und ruft über lange Zeit unspezifische Symptome hervor wie Abgeschlagenheit, einen gewissen Juckreiz oder Druckgefühle im Oberbauch. Symptome wie die Gelbfärbung der Haut und der Augen (Ikterus), Schmerzen im Oberbauch sowie Erbrechen und eine große Müdigkeit treten nur bei besonders schweren Fällen auf. Nur wenige Betroffene suchen daher einen Arzt auf. Das ist ein großes Risiko, denn die akute Leberentzündung kann ohne Folgen ausheilen, kann jedoch auch zum akuten Leberversagen führen oder chronisch werden. Dann wächst die Gefahr von weiteren schweren Folgeerkrankungen wie es die Leberzirrhose oder der Leberkrebs sind. Viele der Leberentzündungen sind gut therapierbar, werden sie rechtzeitig erkannt. Besonders wichtig deshalb eine recht frühe Diagnose.

b.) Leberzirrhose (Schrumpfleber)

Bei der Leberzirrhose verhärtet das elastische Lebergewebe mehr und mehr. Die gesunden Leberzellen sterben dabei ab. Sie werden mit narbigem, hartem Bindegewebe ersetzt. Die Leber selbst schrumpft dabei ein und kann ihre Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktionen daher nicht richtig ausführen. Der Prozess ist irreversibel, er kann allerdings aufgehalten werden. Die unbehandelte Leberzirrhose allerdings führt zu Leberversagen.

Häufige Komplikationen einer Leberzirrhose sind innere Blutungen wie aus den Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), Wasseransammlung im Bauch (Aszites) und die Beeinträchtigung der Gehirnfunktionen (hepatitische Enzephalopathie). In über 50 % der Fälle ist überhöhter Alkoholkonsum Ursache für Leberzirrhose. Ein Drittel der Erkrankungen kann auf die Infektion mit Hepatitisviren zurückzuführen.

c.) Fettleber

Die Aufgabe der gesunden Leber ist Schadstoffe beispielsweise Medikamente abzubauen bzw. Fette zu speichern sowie diese bei Bedarf erneut dem Körper zur Verfügung zu stellen. Doch wenn die Leber eine höhere Menge an Giften verarbeiten oder an Fetten aufnehmen muss, als sie verarbeiten kann, lagert sie als zusätzliches Fett im Gewebe ab. Die Fettleber entsteht. Auch ein Übermaß an Alkohol hinterlässt seine Spuren: Denn die Leber wandelt auch Alkohol zu Fett um. Die Fettleber ist inzwischen eine Massenerscheinung und stellt ein Gesundheitsrisiko dar, das stark unterschätzt wird. Eine verfette Leber kann sich schnell entzünden und das Risiko einer Leberzirrhose und von Leberkrebs wächst.

Allerdings kann eine Fettleber und auch die Fettleberentzündung sich zurückbilden. Die Voraussetzung hierfür ist, dass Betroffene ihren Lebensstil verändern – und abhängig von der Ursache der Fettleber. Drastische Hungerkuren aber sind empfehlenswert, denn sie fördern die Entzündung zusätzlich. Wirksame Medikamente gibt es allerdings nicht.

d.) Leberkrebs

Beim Leberkrebs wird zwischen bösartigen Tumoren der Leber (Hepatozelluläres Karzinom, HCC) und bösartigen Krebsgeschwüren der Gallengänge (Cholangiozelluläres Karzinom, CCC) unterschieden. Das Hepatozelluläre Karzinom (HCC) kommt häufig vor und wird als Bezeichnung für Leberkrebs verwendet. Es gibt aber auch sekundäre Leberkrebs-Erkrankungen: Das sind Metastasen von Tumoren die in der Leber auftreten und deren Herd in den anderen Körperorganen ist. Die Ursachen von Leberkrebs sind sehr unterschiedlich.

e.) Autoimmune Lebererkrankungen

Autoimmune Lebererkrankungen haben die Ursache in einer Fehlsteuerung des Immunsystems, dabei greift der eigene Körper Zellen der Leber oder die Gallenwegen an. Zu dieser Gruppe eher seltenen Lebererkrankungen zählen:

– autoimmune Hepatitis (AIH),
– primär sklerosierende Cholangitis (PSC)
– primär biliäre Zirrhose (PBC).

Die Ursachen von autoimmunen Lebererkrankungen sind weitestgehend ungeklärt.

f.) Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose)

Die Eisenspeicherkrankheit ist eine sehr häufige Erbkrankheit. Der Körper speicher überschüssiges Eisen aus der Nahrung vor allem in der Leber aber auch in der Bauchspeicheldrüse sowie im Herz. Unbehandelt verursacht diese Erkrankung anfangs eine Bindegewebsvermehrung (Fibrose) in der Leber und später eine Zirrhose, oft aber auch ein Leberkarzinom. Hierfür gibt es eine einfache Therapie: der Aderlass bringt die Eisenwerte in den Normbereich; allerdings muss mit dieser Therapie frühzeitig und noch vor der Entwicklung der klinischen Komplikationen begonnen werden.

Fazit: Rechtzeitig behandelt kann sich die Leber regenerieren, bei später oder gar keiner Behandlung können irreversible Schäden entstehen.