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Hautkrankheiten im Überblick

Die bekanntesten Hautkrankheiten sind Neurodermitis, Nesselsucht und Schuppenflechte. Kaum Jemand weiß, welche Symptome diese Krankheiten genau zeigen und welche Ursachen sie haben? Kennen Sie z.B. Rosacea? Hier erfahren Sie mehr über den Unterschied zwischen der vielen bekannten Akne und dem Ekzem.

Wie definieren sich Hautkrankheiten?

Da die Haut das flächenmäßig größte Organ eines Menschen ist, können auch an vielen unserer Körperstellen sich Hautkrankheiten bilden. Unter Dermatose dem medizinischen Fachbegriff für die Hautkrankheiten – werden allgemein die Erkrankungen von allen Bestandteilen der Haut inklusive ihrer Hautanhangsgebilde wie Nägel und Haare zusammengefasst. Die Arten an Hautkrankheiten sind daher so vielfältig wie es die überlebensnotwendigen Aufgaben unserer Haut sind. Grundsätzlich sollten Hauterkrankungen von einem Facharzt behandelt werden. Die Krankheitsbilder sind meist hochkomplex und von Laien sehr schwer zu beurteilen oder auseinanderzuhalten.

Die Arten der Hautkrankheiten – Überblick:

a.) Neurodermitis

Neurodermitis die chronisch entzündliche Erkrankung der Haut, wird in der medizinischen Fachsprache atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt. Es ist im Grunde genommen eine allergische Juckflechte, die mit rötlichen, auch oft feuchten, entzündeten Stellen der Haut, die sehr stark jucken und zur gleichen Zeit auch Schmerzen verursachen, einhergeht.
Menschen die an Neurodermitis leiden, haben eine erblich bedingte, gestörte Schutzfunktion ihrer Haut. Dadurch trocknet diese sehr schnell aus und reagiert besonders empfindlich auf die verschiedenen Umwelteinflüsse und zwar durch Entzündungen der Haut mit Juckreiz. Was des Öfteren durch Kratzen zu noch verstärkt.

b.) Nesselsucht

Ähnliche Symptome wie die Neurodermitis weist auch die Nesselsucht auf. Im Unterschied zur Neurodermitits, die wie bekannt vererbbar ist, wird die Nesselsucht oder medizinisch Urtikaria genannt, meist von einer allergischen Reaktion hervorgerufen. Kommt also die Haut mit bestimmten Allergenen in Berührung, die zum Beispiel in Nahrungsmitteln oder in Medikamenten vorhanden sind, reagiert sie mit einem bläschenförmigen Hautausschlag den Quaddeln. Verantwortlich hierfür sind Entzündungszellen, die eine Entzündung fördernde Botenstoffe wie Histamin ausschütten.

c.) Schuppenflechte

Die Schuppenflechte heißt medizinisch Psoriasis,. Es ist eine chronisch-entzündliche, vererbbare Hauterkrankung, welche in Schüben auftritt. Hervorgerufen wird diese durch die krankhaft übersteigerte Neubildung von Hautzellen, die sich in Form von weißlichen Schuppen auf begrenzten entzündeten Hautstellen ablagern. Eine rötliche Färbung der entzündeten Körperstellen ist zu beobachten.
Die folgende Stellen oft von Schuppenflechte betroffen:

– Kopf
– Rücken
– Knie
– Ellenbogen

Die Schuppenflechte kann, tut es jedoch nicht zwingend jucken wie Neurodermitis.

d.) Rosacea

Die Rosacea, auch Kupferrose genannt, ist ebenfalls entzündlich und kommt vorwiegend im Gesicht vor. Sie äußert sich anfangs durch die Rotfärbung der Haut, die von dauerhaft erweiterten feinen Äderchen (den Kapillaren) verursacht wird. Später treten feine Knötchen und eitergefüllte Pickel auf, die auf die Entzündungsreaktionen zurückgeführt werden. Rosacea tritt nach dem 30. Lebensjahr des Betroffenen auf, anders als die Akne.

e.) Akne

Die Akne kommt zumeist in der Pubertät vor. Sie äußert sich mit Pickeln und Mitessern, die vor allem im Gesicht aber auch auf dem Rücken auftreten. Hauptursache der Akne ist zumeist eine erhöhte Produktion von Talg, die auf die Hormonumstellung in der Pubertät zurückgeführt werden. Überschüssiger Talg verschließt bei Akne die Poren und begünstigt damit die Entstehung von Hautunreinheiten.

f.) Ekzem

Das Ekzem stellt der Überbegriff für vielerlei Hauterkrankungen, wie z.B. ein atopisches oder seborrhoisches Ekzem. Darunter werden sämtliche entzündliche Hautkrankheiten mit Juckreiz zusammengefasst.

Die Behandlung von Ekzemen erfolgt durch die geeignete Basispflege mit speziellen Waschlotionen sowie die Behandlung mit Salben, die die Entzündung sowie den Juckreiz eindämmen. Bei schwereren Hautkrankheiten reicht es aber oft nicht aus die Beschwerden zu lindern. In diesen Fällen kann der Arzt auch zusätzliche Arzneien in Tablettenform, verschreiben.

Wie ansteckend sind Hautkrankheiten?

Eine allgemeine Antwort auf die Frage gibt es nicht. Dies ist von einer Hauterkrankung zur anderen höchst unterschiedlich. Nicht ansteckende Hautkrankheiten sind Neurodermitis und Nesselsucht sowie die Schuppenflechte und Rosacea. Ein Ekzem ist grundsätzlich nicht ansteckend. Es kann beim Befall mit Krankheitserregern wie Pilzen, Viren und Bakterien auch dazu kommen, dann ist das Ekzem infektiös.

Fazit: Hautkrankheiten sind selten ansteckend, nur dann wenn sie von Pilzen oder Bakterien verursacht worden sind. Die meisten Hauterkrankungen sind erblich bedingt und sollten vom Hautarzt behandelt werden, selbst kann man nur wenig tun.